PRAXIS FÜR PSYCHOTHERAPIE · FRANKFURT
Weiterführende Informationen
Dr. Christina Archonti · Psychologische Psychotherapeutin
PRAXIS FÜR PSYCHOTHERAPIE · FRANKFURT
Dr. Christina Archonti · Psychologische Psychotherapeutin
Weiterführende Informationen zu Krankheitsbildern und Störungen
Die Ausführungen bieten lediglich einen Überblick und erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.
Insofern Sie weitere Fragen haben, können Sie mir gern eine Nachricht senden. Abklärende oder diagnostische Fragen können ausschließlich in einem persönlichen Gespräch beantwortet werden.
Unter Psychotherapie verstehen wir alle wissenschaftlich geprüften Verfahren, welche seelische Störungen oder seelisch bedingte körperliche Beschwerden lindern und beseitigen.
Psychische Störungen zeigen sich in Störungen des Denkens, Fühlens, Erlebens und Handelns, welche die Lebensführung erheblich beeinträchtigen und sich in psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Angst- und Essstörungen oder Zwängen u.a. zeigen. Oftmals kommen starke seelische Störungen auch in körperlichen Beschwerden zum Ausdruck.
Ein weiteres Feld der Psychotherapie ist die begleitende Behandlung von organischen Erkrankungen, etwa zur psychischen Bewältigung einer schweren, chronischen Erkrankung oder zur Behandlung von psychisch bedingten Verhaltensweisen, welche eine organische Erkrankung weiter verschlechtern oder deren Verbesserung behindern.
Bei einer Psychotherapie besteht das Ziel nicht allein in der Linderung der akuten psychischen Beschwerden. Im Verlauf der Behandlung werden störende Erlebnis- und Verhaltensweisen, die zur Erkrankung geführt haben, identifiziert und verändert.
Viele Menschen geben an, nach einer erfolgreichen Psychotherapie einen besseren Bezug zu sich selbst zu haben, selbstbestimmter handeln zu können, ihre Beziehungsfähigkeit verbessert zu haben und in ihrer Persönlichkeitsentwicklung weitergekommen zu sein.
Es kommt zu einer erheblichen Einschränkung in der täglichen Lebensführung, oftmals auch zu einem sozialen Rückzug, was wiederum zu weiteren emotionalen Beeinträchtigungen führen kann — z.B. dass man sich schämt, weil man diese Probleme hat oder traurig ist, weil man kaum noch Dinge tun kann, die einem früher Spaß gemacht haben.
Aus dieser sehr kurzen Skizzierung von emotionalen Problemen wird deutlich: psychische Probleme und daraus entstehende Einschränkungen und Belastungen können bestehen, lange bevor ein Arzt oder Psychotherapeut eine Diagnose stellt, etwa weil eine Arbeitsunfähigkeit eintritt oder andere, negative Folgen offensichtlich werden.
Da Menschen wirksame — wenn auch langfristig nicht immer günstige — Strategien haben, mit denen sie trotz einer hohen emotionalen Belastung und auch bereits bestehenden Symptomen einer psychischen Erkrankung, ihren Alltag »überstehen« können, werden emotionale Probleme oftmals lange verkannt, verharmlost und relativ spät behandelt.
Ein weiterer Grund dafür, dass Menschen lange zögern, eine Psychotherapie zu machen, liegt in hartnäckigen Vorurteilen gegenüber der Psychotherapie und gegenüber Menschen, die eine Psychotherapie machen und damit einher gehenden Ängste oder Schamgefühlen (»sowas zu brauchen« »als verrückt zu gelten«).
Die Durchführung einer Psychotherapie sollte nicht von dem Vorhandensein schwerer psychischer Beschwerden abhängig gemacht werden.
Vielmehr sollte berücksichtig werden, dass die Behandlungszeit meist kürzer und die Prognose günstiger ist, je früher im Verlauf einer anhaltenden Beeinträchtigung mit einer Psychotherapie begonnen wird.
Wenn Sie sich in Ihrer Lebensführung dauerhaft und erheblich beeinträchtigt fühlen, sollten Sie die Verbesserung Ihres Alltags und Ihres psychischen und körperlichen Befindens nicht durch Vorurteile und falsche Schlussfolgerungen verhindern.
Eine falsche Schlussfolgerung ist etwa die, man sei so lange stabil und gesund, solange man nicht zum Arzt oder Psychotherapeuten geht.
Zudem ist es abzulehnen, das Leiden von Menschen in Kategorien einzuteilen, in »gute« körperliche, die man haben und nennen darf und »schlechte« emotionale/psychische, die versteckt werden müssen und vom Umfeld belächelt oder abgewertet werden.
Hinter überkritischen und abwertenen Einstellungen gegenüber Psychotherapien und Menschen mit seelischen Erkrankungen verbergen sich in der Regel eigene Unsicherheiten und Ängste, die jedoch für Betroffene, die ihr Leben gern verbessern wollen, nicht Grund sein sollten auf wirksame Hilfe zu verzichten.
Dies wird spätestens dann deutlich, wenn der Betroffene trotz der guten und meist sinnvollen Rückmeldungen und Ratschläge es doch nicht schafft, sein ungesundes Verhalten zu ändern bzw. weiter oder wiederkehrend unter den emotionalen Problemen leidet und von verständlicherweise überforderten Angehörigen die Mitteilung bekommt, sich »nun einfach zusammenzureißen« oder »disziplinierter« zu sein.
Ein weiterer Punkt: Es fehlt bei einem verwandtschaftlichen/freundschaftlichen Verhältnis an einer inneren Distanz auf beiden Seiten, die für den therapeutischen Prozess sehr wichtig ist.
Daher führen Psychotherapeuten trotz ihres Fachwissens keine Therapie bei Freunden oder Angehörigen durch.
Bei der Suche nach einem Therapieplatz sollten Sie sich an Ihre Krankenkasse oder die Ärzte- bzw. Psychotherapeutenkammer wenden. Diese können Ihnen Auskunft über approbierte Psychotherapeuten in der Nähe Ihres Wohnortes geben.
